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Massive Bauten ritterten um den Staatspreis

Montforthaus Feldkirch

Foto: © BMLFUW/Kurt Hoerbst

Bereits zum fünften Mal wurde heuer der Staatspreis „Architektur und Nachhaltigkeit“ vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ausgeschrieben. Bundesminister Andrä Rupprechter zeichnete am 5. Oktober in Innsbruck fünf besonders nachhaltige Architekturprojekte aus.

Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ist die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für zukunftsfähiges Bauen. Damit würdigt das BMLFUW herausragende Gebäude und ermutigt zu Weiterentwicklungen und Innovationen. „Hochwertige Architektur und Energieeffizienz passen perfekt zusammen. Alle nominierten Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele bis 2050 und tragen dazu bei, die österreichische Baukultur nachhaltig weiterzuentwickeln“, so Rupprechter anlässlich der Verleihung.
Eines der ausgezeichneten Projekte ist das Montforthaus in Feldkirch, Vorarlberg.

Montforthaus in Feldkirch, Vorarlberg

Die Stadt Feldkirch hat ein neues Veranstaltungshaus errichtet, mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, für alle offen. Der organisch geschwungene Stahlbetonbau mit Natursteinfassade ist gekonnt in das Umfeld gesetzt und schafft qualitätsvolle Stadträume. Das lichtdurchflutete Foyer durchdringt alle Geschoße und erschließt Büros, Säle und Gastronomie. Komfortlüftung, Wärmepumpe und konsequente Abwärmenutzung sind Bausteine der überzeugenden Nachhaltigkeitsperformance. Ein Haus für alle Fälle.
Der Stahlbetonbau, der vor den Toren der Altstadt anstelle des in die Jahre gekommenen Vorgängerbaus errichtet wurde, bietet Raum für Veranstaltungen wie Konzerte, Messen, Fachtagungen oder auch Bälle. Im Zentrum des Neubaus stand das Thema Nachhaltigkeit. Die konsequente Abwärmenutzung reduziert den Ressourcenbedarf, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung trägt zum Komfort bei. Die technische und ökologische Intelligenz des neuen Montforthauses ist auch für die Besucher sichtbar. Auf Monitoren im Foyer ist in Echtzeit ablesbar, wie viel Strom das Montforthaus gerade erzeugt und wie die Kälte- beziehungsweise Wärmezufuhr erfolgt.

„neunerhaus“ - Soziale Nutzung

Ein weiterer Staatspreisträger: Das jüngste Haus der Wiener Hilfsorganisation „neunerhaus“ in der Hagenmüllergasse ist ein Übergangswohnhaus und ein sozial betreutes Wohnhaus für Menschen mit Behinderung. Auf einem Eckgrundstück innerhalb einer gründerzeitlichen Bebauungsstruktur gelegen, wurden auf sieben Geschossen 79 Wohneinheiten und eine Arztpraxis geschaffen. Der Neubau in Passivhausqualität erfüllt alle Anforderungen für einen angenehmen Innenraumluftkomfort und weist sehr gute Energieverbrauchswerte auf. Das Gebäude wurde mit tragenden Außenwänden aus Stahlbeton realisiert.

Weitere Staatspreisträger:
Volksschule Edlach in Dornbirn, Vorarlberg
Sanierung des Gemeindeamts Zwischenwasser in Muntlix, Vorarlberg
Plusenergie-Bürogebäude und Kulturkraftwerk oh456, Thalgau, Salzburg


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