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Alarm im Beton

Alarm im Beton

Bauwerk 11 in Ulm: Timo Roth prüft die Lager der Brücke

Foto: © brand eins Magazin, Roderick Aichinger, Ramon Haindl


Viele Brücken sind in einem schlechten Zustand.
Ein neues Warnsystem könnte Unglücksfälle verhindern.

Wie Beton mit intelligenten Alarmsystemen ausgestattet werden kann, zeigt diese tolle Reportage. Ist halt einfach ein cleverer Baustoff, der Beton! Wie hat's Karl Merkatz gesagt? Der Beton is net deppert!

Die SMS kam an einem Sonntag im vergangenen Oktober. Timo Roth hatte gerade mit seiner Familie gefrühstückt, als um 9.52 Uhr sein Mobiltelefon klingelte und die Nachricht erschien: „Alarm Wassereinbruch Bauwerk 11“. Roth ist kein Feuerwehrmann, sondern Bauingenieur bei der Stadt Ulm, und das Bauwerk 11 eine rund 300 Meter lange Talbrücke im Südwesten der Stadt. Jeden Tag wird sie von durchschnittlich rund 16 000 Autos passiert.

Ausgelöst hatte den Alarm ein elektronisches Überwachungssystem, das täglich den Feuchtigkeitsgehalt im Hohlkasten der Brücke unterhalb der Fahrbahn misst. Trotz der dramatisch klingenden Nachricht war Roth klar, dass, anders als beim Unglück in Genua im August 2018, keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bestand – aber doch eine schleichende Bedrohung für das Bauwerk, die es möglichst schnell zu beseitigen galt. So fuhr er am Tag darauf zur Brücke, kontrollierte an einem Prüfmodul die Zustandsmeldungen der elektrischen Fühler darin und konnte den Schaden innerhalb weniger Sekunden lokalisieren: Im dritten Pfeiler hatte der dritte Sensor der dritten Meldegruppe angeschlagen.


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