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Architekt Gottfried Böhm

Beton ist ein besonderer Stoff

 

Beton ist ein besonderer StoffDas Hans-Otto-Theater Potsdam von Gottfried Böhm.

Fotos: © Manfred Thomas


Der Kölner Architekt Gottfried Böhm feiert seinen 100. Geburtstag. In Berlin hat er unter anderem ein Kaufhaus gebaut und in Potsdam ein Theater.

Das Alter bringt es mit sich, dass der Architekt Gottfried Böhm verschiedentlich Abrisse eigener Bauten hinnehmen musste, so in seiner Heimatstadt den eines 1972 errichteten Kindergartens. Architektur für den täglichen Gebrauch, noch dazu unter den Zwängen etwa des Sozialen Wohnungsbaus errichtet, hat es schwer, in ihren Qualitäten erkannt und geschätzt zu werden.

Gottfried Böhm, der am 22. Jänner 2020das biblische Alter von 100 Jahren erreicht, kennt beides – den Abriss wie die Erhebung zum Denkmal. Beides kreuzte sich in der Kapelle von St. Kolumba, genannt „Madonna in den Trümmern“, ein ergreifendes Bauwerk aus dem Jahr 1947, als die im Krieg vollständig zerstörte Kölner Innenstadt noch immer aussah wie eine Mondlandschaft.

Atemberaubender Beton-Brutalismus

Da gab es nichts „wiederaufzubauen“, da galt es, die wundersamerweise erhalten gebliebene Madonnenskulptur der zerstörten Kirche würdig einzuhausen. Jahrzehnte später, als ringsum alles neu gebaut war und die materiellen Möglichkeiten schier unbegrenzt, sollte das neue Diözesanmuseum den Platz der Kapelle besetzen, und nur der kongeniale Entwurf des Schweizers Peter Zumthor beließ dem kargen Kirchlein seine Existenz.

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Autor: Bernhard Schulz

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