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Architektur-Trends 2020

Architektur-Trends 2020Deutscher Nachhaltigkeits-Preis für den Alnatura-Campus, das größte Bürogebäude mit Stampflehm-Fassade und integrierter geothermischer Wandheizung in Europa.

Foto: © Eduardo Perez


Geformte Zukunft

Architekten formen die Zukunft, sie kreieren die Bühne für unser Leben. Ihnen zur Verfügung stehen immer beeindruckendere technische Errungenschaften – und immer knapper werdende Ressourcen.

Architekten beobachten und hören zu, wenn sich die Welt verändert«, sagt der dänische Architekt Bjarke Ingels in einem Video über die eben zu Ende gegangene Ausstellung »Formgiving« in Kopenhagen. Ingels ist ein ausgezeichneter Zuhörer, wie es scheint. Kaum ein anderer Architekt der Gegenwart inspiriert wie er; seine Ideen sind radikal, radikal gut. So plante der 45-Jährige eine Skipiste auf einer Müllverbrennungsanlage unweit von Kopenhagen. Die Dry Slopes kommen ohne Kunstschnee aus und sollen die Dänen davon abhalten, im Ausland Ski zu fahren. Es mag nach Spielerei klingen, was Ingels mit CopenHill geschaffen hat, aber wer dem Mann zuhört, versteht: Er löst Probleme. Er nutzt Flächen, die vorhanden sind, sinnvoll. In Zeiten von Condensed Spaces, dem Boom von Städten und der vertikalen Verdichtung, ein wertvolles Gut. Auch der Courtscraper in New York City von BIG (Bjarke Ingels Group) ist solch ein Geniestreich, er verbindet Hofhaus und Wolkenkratzer, schafft Grün, wo es nur selten zu finden ist. 

Die Gebäude müssen immer mehr können, die Entwickler immer weiter denken. LIVING sprach mit Stefan Brezovich und Johannes Endl vom Immobiliendienstleister ÖRAG, die auch auf Höhe bauen, aber nicht grenzenlos. »Wir gehen davon aus, dass die Gebäude zwar durchschnittlich höher sein, die Städte der Zukunft aber nicht nur aus Super-Wolkenkratzern bestehen werden.« Die Experten verweisen auf Mikroapartments, die sich ja gerade in einer Universitätsstadt wie Wien häufig in Hochhäusern finden. Für Grünflächen gäbe es intelligente Ansätze, so Brezovich und Endl. Etwa: »Halböffentliche Grünzonen innerhalb von Projekten erscheinen größer, wenn sie ohne massiv wahrnehmbare Barriere in private Freizonen übergehen, sodass wiederum ein großzügigeres Raumgefühl entsteht.« Form follows function.

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Autor: Nicola Afchar

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