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Austrian Interior Award 2018:
Perfektes Licht aus der Sichtbetonkapsel

Austrian Interior Award 2018: Perfektes Licht aus der Sichtbetonkapsel
Eigens entwickeltes Einbaumodul mit innovativer Schalungstechnik

Fotos: Georg Bechter Licht/Austrian Interior Design Award 2018


Wie lassen sich neue Übergänge zwischen Licht und Raum finden? Wie gestaltet man Lichtkörper im Spannungsfeld von Sichtbeton-Landschaften? Der Bregenzerwälder Designer und Architekt Georg Bechter ist genau in diesen Welten unterwegs – mit immer größerem Erfolg. Jetzt erhielt sein Unternehmen den Austrian Interior Award 2018. 

Georg Bechter Licht – an diesem Unternehmen kommt heute keiner mehr vorbei, der sich mit dem Thema Licht und Sichtbeton beschäftigt. Seitdem Georg Bechter 2009 seine ersten Leuchten im Selbstversuch entwickelte, hat „GBL“ mit vielen Innovationen auf sich aufmerksam gemacht.

Aber die Geschichte beginnt schon vorher. Denn von Anfang an betrachtete Bechter die Architektur als Teil eines Gesamtkunstwerks. So arbeitete er in einem renommierten Wiener Architekturbüro – und als Assistent an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. 2007 wagte er den Sprung zum freien Architekten. Auch hier kam der Erfolg schnell. So machte er mit einem „Haus aus Stroh“ von sich reden. Auch später verblüffte er mit tragenden Wänden aus Jumboballen. Ohne massive Bodenplatte aus Beton kam er aber auch dabei nicht aus, denn sein Lieblingsmaterial, dem er sich vor allem als Lichtdesigner verschrieben hat, entdeckte er früh: Sichtbeton.

Beton als Designmaterial

Als sich Georg Bechter auf das Thema Licht und Design einließ, begann er zu experimentieren. Zunächst „bastelte“ er mit Gips – sein Ziel aber war schnell definiert: „Ich möchte mit frischen, überraschenden Ideen und innovativen Konzepten Räume und Orte gestalten – und so eine besondere Atmosphäre schaffen“, sagt er. Bechter wusste schnell: Die beste Atmosphäre lässt sich mit Sichtbeton herstellen. Es ist ja kein Geheimnis, dass Sichtbeton schon lange das Lieblingsmaterial der Architekten ist. Auch wer sich dem Design für den Innenbereich verschrieben hat, baut auf innovative Lösungen mit Sichtbeton.

 

Beton als Designmaterial

Als sich Georg Bechter auf das Thema Licht und Design einließ, begann er zu experimentieren. Zunächst „bastelte“ er mit Gips – sein Ziel aber war schnell definiert: „Ich möchte mit frischen, überraschenden Ideen und innovativen Konzepten Räume und Orte gestalten – und so eine besondere Atmosphäre schaffen“, sagt er. Bechter wusste schnell: Die beste Atmosphäre lässt sich mit Sichtbeton herstellen. Es ist ja kein Geheimnis, dass Sichtbeton schon lange das Lieblingsmaterial der Architekten ist. Auch wer sich dem Design für den Innenbereich verschrieben hat, baut auf innovative Lösungen mit Sichtbeton.

Harmonisch: Licht und Raumgefühl

Von sich selbst sagt Bechter, dass er in einem anderen Jahrhundert Erfinder geworden wäre. Und tatsächlich waren in früheren Jahrhunderten die einzelnen Sparten nicht so hart voneinander getrennt, wie das heute der Fall ist. So gelingt es Bechter, dass unterschiedliche Künste wieder eine Einheit bilden: Lichtdesign und Architektur ergeben ein ausgeklügeltes Raumkonzept, das sich selbst wie von Zauberhand untermalt und in Szene setzt. In reduzierter Form, nahezu unsichtbar und dennoch als Gestaltungselement, das sehr bewusst aufzufallen weiß. So trägt die Leuchte zum Gefühl eines Raumes bei. Es entsteht eine greifbare, aber dennoch leicht schwebende und gerade deshalb nahezu perfekte Harmonie.

Licht und Raum verbinden sich also auf einzigartige Weise. Flankiert wird diese Wirkung selbstverständlich durchs Interieur: Dafür stehen bunte Design-Projekte, künstlerische Installationen und Möbel, die Bechter ebenfalls gestaltet. Die Palette reicht bis hin zur avantgardistischen Architektur, jedoch entsteht der größte atmosphärische Effekt immer durch die Beleuchtungssituation.


Licht und Raum verbinden sich also auf einzigartige Weise. Flankiert wird diese Wirkung selbstverständlich durchs Interieur: Dafür stehen bunte Design-Projekte, künstlerische Installationen und Möbel, die Bechter ebenfalls gestaltet. Die Palette reicht bis hin zur avantgardistischen Architektur, jedoch entsteht der größte atmosphärische Effekt immer durch die Beleuchtungssituation.


Qualitätsmaßstäbe: Innovative Betontechnologie

Perfekte Harmonie also. Aber diese Perfektion gelingt nur, wenn sich die ins Licht gerückten Materilien ebenfalls nach höchsten Maßstäben richten. Denn was wäre die ausgefeilteste Philosophie rund um Licht und Raum ohne ihre technische Umsetzung? Sie würde in sich zusammenfallen – und das weiß Georg Bechter nur zu gut. Seine Leuchten funktionieren nur deshalb so perfekt, weil die österreichische Betontechnologie weltweit auf höchstem Niveau steht. Weil hier Sichtbeton-Qualitäten möglich sind, die es auszuleuchten lohnt. Weil sich der Beton eben – wie die Leuchten des Künstlers – an neuesten und vor allem nachhaltigen technischen Qualitätsmaßstäben orientiert.

So ist es kein Wunder, dass seine nun ausgezeichnete Kreation, die innovative Einbauleuchte mit Sichtbetonkapsel, die Jury regelrecht begeisterte: „Klein, rahmenlos und flächenbündig integriert, bietet die Sichtbetonkapsel ein Lichtsystem, das hohe Anwenderfreundlichkeit, beste Lichtqualität und die Ästhetik einer ungestörten Sichtbetondecke miteinander verbindet“, hieß es nämlich in der Begründung.

Austrian Interior Award 2018: „heimische Produktion“

Beim Austrian Interior Award 2018 wurden heuer erstmals innovative Innenarchitekturprojekte und Produkte aus dem Interiorbereich ausgezeichnet. Georg Bechter Licht erhielt somit den ersten österreichweiten Designpreis in der Kategorie „Produktdesign – Beleuchtung“. Vergeben wird er vom unabhängigen Branchennetzwerk Möbel- und Holzbau-Cluster (MHC) der Business Upper Austria oö. Wirtschaftsagentur GmbH. Deren Ziel ist es, „Spitzenleistungen des heimischen Interior Designs vor den Vorhang zu holen“, wie es in einer Verlautbarung heißt.

Rahmenlos in Sichtbeton

„Obwohl die in die Decke integrierte Lichtquelle kaum wahrnehmbar ist,“ so die Jury in ihrer Begründung, „bietet sie großzügig Licht.“ Fasziniert war die Jury auch von der filigranen Designleistung: „Die Sichtbetonkapsel bringt ein System auf einen 28 mm kleinen Punkt, der als minimaler Deckenauslass ein LED-Modul aufnehmen kann“, heißt es nämlich weiter – und: „Durch die innovative Schalungstechnik des eigens entwickelten Einbaumoduls entsteht eine elegante Lichtlösung in Beton – integriert, reduziert und zurückhaltend.“

Georg Bechter Licht selbst beschreibt die Sichtbetonkapsel freilich etwas pragmatischer: „Sie lässt sich einfach und beinahe werkzeuglos auf der Schalung platzieren und bleibt durch den Abstand des Kapselhalses zur Betonvorderkante unsichtbar.“

„… feine Schattenbildung“

In der Begründung heißt es auch, dass „mit der Sichtbetonkapsel eine Lichtlösung“ entsteht, „die Räume ungestört wirken lässt“ – auch „durch gezielt eingesetzte Reflektoren, die schöne Lichtkegel in den Raum werfen, und die feine Schattenbildung, die Materialien in ihrer Brillanz wirken lassen“.

Dass das immer noch recht junge Unternehmen einen österreichischen Preis erhalten hat, liegt auch am klaren Bekenntnis zur heimischen Produktion. Dabei konnte das Unternehmen nicht nur den Österreichischen Staatspreis für Design gewinnen, sondern auch internationale Preise holen – etwa den Red Dot Award oder den Innovationspreis auf der „Light + Building“, der weltweit wichtigsten Messe für Licht und Gebäudetechnik.

Was die Innovation aus dem Hause Georg Bechter Licht für die österreichische Baubranche bedeutet, lässt sich derzeit nur erahnen. Es sich gut vorstellbar, dass sich viele Bauherren bei diesen völlig neuen Möglichkeiten der Lichtgebung eher für die Vorteile von Sichtbeton überzeugen lassen. So kommt es eben, wenn sich ein Architekt als Lichtkünstler engagiert.


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