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"Behauste Scheune" mit Betonkern

"Behauste Scheune" mit Betonkern

Wohnhaus, Kaltschmieden, Doren, Österreich

Foto: © Alfred Bereuter, Dormbirn


Wohnhaus, Kaltschmieden, Doren, Österreich

„Je weniger Elemente ein Gebäude erfordert, umso gravierender ist die Entscheidung für die notwendigen“, findet Bernardo Bader, aus dessen Büro die „Behauste Scheune“, ein Wohnhaus für die Familie seines Bruders, stammt. Wenige Elemente, das erschließt sich auf den ersten Blick: Ganz selbstverständlich steht da eine Scheune auf einer Wiese in ländlicher Umgebung, ein holzverkleidetes Rechteck mit Satteldach. Fast so wie der Vorgängerbau an selber Stelle, ein marodes Bauernhaus, das seit Generationen im Familienbesitz war. 

Der zweite Blick offenbart die moderne Interpretation im Geist des kritischen Regionalismus im Bregenzerwald. Kein „selbstgerechter Luxusbungalow“ (Bauherr) sollte entstehen, sondern ein Haus, das sich in die Topografie und die Dorfstruktur einpasst, traditionell gebaut ohne heimattümelnd zu sein. Die Bauherren haben viel Eigenleistung, Gebrauchtes und Selbstgemachtes eingebracht. Und sie hatten es nicht eilig; zwei Jahre haben sie sich Zeit gelassen und sehen das als Qualität.

Beton

Beton sieht man erst einmal nicht – aber er trägt im wahrsten Sinne des Wortes im Inneren maßgeblich zur „Behausten Scheune“ bei. Der Bau ist außen vollständig in ein Kleid aus Weißtanne gehüllt; dass das Holz in der Umgebung geschlagen wurde, ist Teil des Energie- und Ressourcenkonzepts. Anders, als es zunächst scheinen mag, handelt es sich bei der „Behausten Scheune“ nicht um einen reinen Holzbau. Das Material taucht zwar auch im Inneren an Decke und Boden auf; letzterer besteht teilweise aus wieder verwendeten Dielen des ehemaligen Bauernhauses. 

QUELLE

 


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