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Wein im Beton-Ei: Winzer-Erfolge durch neue Methoden!

Beton-Ei Weingut Schwerthführer
Wein im Beton: Besser als in Holz oder Edelstahl

Foto: © Weingut Schwerthführer


Wein im Beton-Ei

Beton ist vielseitig, das ist bekannt. Trotzdem erstaunt es immer wieder, in welchen unglaublichen und neuartigen Einsatzgebieten dieser Baustoff für Furore sorgt. Inzwischen ist Beton sogar in eine Domäne eingedrungen, in der man ihn vielleicht sogar am wenigsten erwartet hätte: In der Genusswelt des Weines beweist Beton neuerdings seine hervorragende Eignung!

Gemeint sind nicht die Eigenschaften, die ihn für den Bau von Weingütern und Weinkellern prädestinieren – nein: Beton ersetzt Fässer! Beim Ausbau des Weins zeigt sich der Baustoff mit nie für möglich gehaltenen Fähigkeiten von seiner besten Seite: in der Konstruktion von überdimensionalen Betoneiern.

Das Weingut „Meinklang“ von Werner und Angelika Michlits verdankt seinen Namen der Naturverbundenheit der beiden: Das M des Namens und der „Einklang“ mit der Natur – so kam der Betrieb im burgenländischen Weinbaugebiet Neusiedlersee zu seinem Namen.

Beton: jetzt auch heimisch im biodynamischen Weinbau

Landwirtschaft mit Angus-Rindern, ökologischer Obstbau nach Mondphasen, biodynamisches Weingut – da kommt normalerweise niemand auf die Idee, dass Beton abseits von Keller und Wohnraum eine große Rolle spielen könnte. Und schon liegt man falsch.
Denn bei den Michlits ist Beton der Stoff, der den Wein erst so richtig veredelt. Die Weinbauern haben lange danach gesucht, wie man den Wein in seiner Entwicklung am besten unterstützen kann. Die Innovation kam vor wenigen Jahren: 2008 kam mit großem Presse-Echo der erste in Betonfässern gereifte Rotwein auf den Markt. Die Skepsis war groß – nicht ganz unverständlich, wie man zugeben muss.

„Kontrollierter Sauerstoffeintrag in den Wein“

Die Skepsis der Fachwelt und das Naserümpfen der Weinkenner – all das hielt nicht lange an. Der Wein, ausgebaut in gewaltigen ovalen Behältern aus Beton mit einem Volumen von 600 Litern, zeigte sich als hervorragend: Die extrem feinen Luftporen im Beton ermöglichen, dass Sauerstoff gezielt in Miniaturdosen in den Wein gelangt, sodass er zur Reifung in aller Ruhe ausreichend atmen kann – „fruchtbetont“, wie die Winzer sagen. Beton verursacht dabei keine geschmackliche Beeinflussung des Weins. In herkömmlichen Holzfässern wäre das nicht möglich gewesen.

Wein im Beton: Besser als in Holz oder Edelstahl

In der Tat sind die Vorteile von Beton gegenüber Holz- oder Edelstahlausbau evident. Beton eignet sich mit diesen Eigenschaften für den Ausbau von Rotwein wie für Weißwein gleichermaßen. Die nach dem goldenen Schnitt konstruierte ovale Form ermöglicht dem Jungwein eine ungehinderte Zirkulation und entsprechend eine natürliche Klärung: Der Wein wird so in seiner Natürlichkeit unterstützt.

Laut Winzerin Angela Michlits entsteht hier Wein von außergewöhnlicher Persönlichkeit: „Kräftig, erdig und draufgängerisch im Erstkontakt, rubingranatfarben“, schwärmt sie, „am Gaumen saftig und ausgewogen, im Abgang vielschichtig und subtil mit Duft nach dunklen Beeren und Dörrobst.“

Atmen in Beton

Die immer zahlreicher werdenden Kunden des Gutes “Meinklang” haben sich längst daran gewöhnt, dass ihr Wein aus Betonfässern fließt – und sind froh über die Innovation. Ob roten Zweigelt, Blauburgunder, St. Laurent oder Roesler, ob weißen „Grüner Veltliner“, Weißburgunder, Grauburgunder oder Welschriesling – den letzten Schliff erhalten die Weine durch das Atmen im „Beton-Ei“. Wer trotz allem keinen „Beton-Wein“ mag – es gibt bei den Michlits auch flaschenvergorene Sekte, feine Edelbrände und eine große Auswahl an Säften.

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