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Kreisverkehre aus Beton

Beton KreisverkehrKreisverkehre aus Beton sind in Deutschland noch immer eher Seltenheit

Foto: © www.this-magazin.de / Marc Nagel, Heidelberg


Härtere Beton-Argumente gegen steigende Belastungen

Zunehmender Schwerlastverkehr führt zu immer häufiger auftretenden Schäden an bituminösen Verkehrsflächen. Kein Wunder, schieben sich an manchem Verkehrsknoten täglich tausende Lkw über die Fahrbahnen. Gerade entlang von Autobahnen und hier in der Nähe von Rasthöfen oder Gewerbe- und Industriegebieten ist die Frequenz schwerer Fahrzeuge sehr hoch.

Dies ist auch der Grund, der die zuständigen Behörden für den Straßenbau, vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über die Regierungspräsidien bis hin zu den Straßenbauämtern, zum Umdenken und Handeln zwingt. Eine Alternative zu bituminösen Verkehrsflächen bildet der Einsatz von Beton. Die dabei entstehenden Mehrkosten bei der Erstellung werden durch die längere Lebensdauer und die geringeren Reparaturaufwändungen ausgeglichen. Dieses Argument überzeugte auch das Regierungspräsidium Tübingen, Referat 47.2 Straßenbau Mitte. Als Bauherr einer Umbaumaßnahme am Autobahnanschluss Ulm-Ost bei Seligweiler entschied man sich für den Einsatz von Beton in einem besonders stark frequentierten Bereich. Mit der Schaffung eines Kreisverkehrs aus dem zementbasierten Baustoff soll hier in Zukunft der Verkehrsfluss reibungsloser erfolgen und die kreuzungsfreie Verbindung von Autobahn A8, Bundesstraße B19, dem Autohof Seligweiler/Ulm und weiteren Verbindungen sichern. Mit 60 Metern Durchmesser zeigt alleine die Größe des Kreisverkehrs seine Sonderstellung an. Er muss die Last sämtlicher Fahrzeuge aufnehmen, die von der A8 abfahren und zum Autohof, zum benachbarten Hotel oder weiter auf die Bundesstraße 19 wollen.

Klare Gründe für Beton

Der beschriebene, große Kreisverkehr ragt dabei etwas aus den anderen Baumaßnahmen heraus. Kreisel aus Beton sind wie erwähnt noch keine Selbstverständlichkeit. Ein Umstand, der sich nach und nach ändern dürfte. Denn zum einen zeigen die positiven Beispiele und Erfahrungen aus Österreich und der Schweiz, dass Langlebigkeit und wenig bis kein Bauunterhalt die höheren Baukosten aufwiegen. Und zum anderen müssen unsere Straßen für eine weitere Zunahme an Fahrzeugen und vor allem an Schwerlastverkehr fit gemacht werden. Dies kann unter anderem mit dem Einsatz von Beton auf Fahrbahnflächen, in Kreuzungsbereichen oder Kreisverkehren geschehen. Immer dann also, wenn zu einer hohen Frequenz an Fahrzeugen besondere Belastungen wie Temperaturschwankungen, häufiges Anfahren und Abbremsen oder Lenkbewegungen und damit Querkräfte kommen.

Autor: Marc Nagel, Heidelberg


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