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Wie eine Kinderarztpraxis
resistent gegen Nässe und Schmutz wurde

KinderarztpraxisFoto: © Kammel Ges.m.b.H.


Kinderarztpraxis in Hartberg

In Hartberg sollte eine Kinderarztpraxis zügig gebaut werden. Weil das Grundstück an einer Kreuzung liegt, war die Gefahr durch Matsch und Tausalz für die Bausubstanz besonders groß. Dank Fertigbetonteilen, Sandstrahlung und Hydrophobierung war die Umsetzung dennoch förmlich ein Kinderspiel.

Feuchtigkeit, Schmutzablagerungen, Matsch und Tausalz können einem Gebäude im Laufe der Jahre schwere Schäden zufügen. Besonders groß ist die Gefahr, wenn sich ein Bauwerk in exponierter Lage befindet. Die Vorgaben des Architekten waren bei der Errichtung einer Kinderarztpraxis in Hartberg in der Steiermark entsprechend anspruchsvoll, zumal sich das Bauwerk direkt an einer Kreuzung befindet und der Abstand zur Straße gering ist. Hinzu kam die Herausforderung, dass sich das Gebäude in Tallage befindet und möglichst rasch errichtet werden sollte. Zur vorausschauenden Planung gehörte es außerdem, die Heizkosten im Winter durch eine innovative Bauweise gering zu halten.

Betonfertigteile mit innenliegender Wärmedämmung

Die Firma Kammel aus Grafendorf bei Hartberg hat dennoch rasch eine passende Lösung gefunden und sich an die Umsetzung gemacht. Der VÖB Mitgliedsbetrieb realisierte das Projekt mittels Betonfertigteilen, die in der Doppelwand über eine innenliegende Wärmedämmung verfügen. Zur optimalen Untergrundvorbehandlung wurde die Oberfläche der Betonteile sandgestrahlt. Danach erfolgte eine Hydrophobierung, um das Gebäude resistent gegen Schmutzablagerungen, Tausalz und alle Arten von feuchtigkeitsbedingten Schäden zu machen.

Silikonharzschicht verhindert die Aufnahme von Wasser

Die Imprägnierung von Fertigbetonteilen mittels Hydrophobierung ist eine äußerst effektive Methode, weil dadurch die oberflächennahen, kapillarsaugenden Poren der Baustoffe über einen längeren Zeitraum hinweg gegen das Eindringen von Feuchtigkeit imprägniert werden. Als Ausgangsprodukt für die Beschichtungen dienen in der Regel siliziumorganische Verbindungen. Nach der Imprägnierung bildet sich eine Silikonharzschicht, welche die Aufnahme von Wasser und darin gelöste Stoffe, die dem Beton schaden könnten, verhindert.

Betonfertigteile mit innenliegender WDFoto: © Kammel Ges.m.b.H.

Je nachdem wie stark ein Gebäude künftigen Belastungen ausgesetzt ist, können Hydrophobierungen mit verschiedenen Eindringtiefen verwendet werden, was vor allem bei der herausfordernden Lage der Praxis sehr wichtig war. In der Regel dringt die Imprägnierung ein bis zwei Millimeter tief in den Beton ein, bei Bedarf können aber auch Eindringtiefen von mehr als vier Millimeter erzielt werden. Zusätzlich ist sogar eine Versiegelung mittels stabiler Harztypen zum Schutz des Gebäudes möglich.

Seit 12. Dezember 2017 sind die Räumlichkeiten der Arztpraxis jedenfalls bereits für die kleinen Patienten geöffnet. Kinderarzt Dr. Philipp Kahl hat den Baufortschritt auf seiner Facebook-Seite stolz dokumentiert.

Links für weiterführende Informationen zum Thema Hydrophobierung: https://www.baunetzwissen.de/beton/fachwissen/oberflaechen/hydrophobierung-151208


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