VÖB Facebook
    YouTube Facebook
 

Erweiterung des Zentrums für zeitgenössische Kunst in Prag

Erweiterung des Zentrums für zeitgenössische Kunst in Prag
Foto: © Petr Hájek Architekti, Prag


Roher Beton im Inneren unterstreicht den Charakter als Experimentierraum

In diese Fassade würde man sich gerne hineinplumpsen lassen: Die Hüllen der Erweiterungsbauten des Zentrums für zeitgenössische Kunst DOX+ in Prag sind wie weiche Polster gestaltet und erinnern an ein überdimensionales Sofa. Bis vor kurzem war das Kunstzentrum im Norden der tschechischen Hauptstadt vor allem auf die Ausstellung von Kunstwerken ausgerichtet. Mit dem neuen Saal und dem Proberaum von Petr Hájek Architekti finden dort nun auch experimentelle Musik, Film, Theater und Tanz eine Heimat.

Beton: altes und neues Tragwerk
Bei dem Bestandsgebäude aus den 1970er-Jahren handelt es sich um einen Stahlbetonskelettbau, bei dem die Konstruktion und das Grundrisslayout weitgehend erhalten blieben. Außen wurde der Bau grau gestrichen, um eine gestalterische Nähe zu den benachbarten Gebäuden des Kunstzentrums herzustellen. Die Innenräume prägen weiße Oberflächen und für die Erbauungszeit typische Details wie farbiges Linoleum und Holzfurniertüren. Installationen wie Lüftungskanäle und Leitungen sind offen auf der Deckenbekleidung aus Holzwolleleichtbauplatten verlegt.

Die beiden Neubauten sind als massive Stahlbetonkonstruktionen ausgeführt. Um den kompakten Aufführungssaal legt sich der Ring mit den Foyer- und Erschließungsbereichen. Der aufgeständerte Proberaum ruht auf V-förmigen Sichtbetonstützen, die auf den ersten Blick willkürlich angeordnet scheinen.Tatsächlich erlaubt die Platzierung zum einen das Parken im Innenhof, zum anderen sind die Tragelemente so gesetzt, dass die unterirdischen technischen Installationen nicht beeinträchtigt werden.


Kunst-Zentrum PragFoto: © Tomáš Vocelka, Krnov / Economia

Architektur: Petr Hájek Architekti, Prag (Petr Hájek, Tereza Keilová, Cornelia Klien, Benedikt Markel, Martin Stoss)
Projektbeteiligte: IMOS Brno, Brno-Černovice (Generalunternehmen); AVT Group, Prag (Akustik, Klang); IzoDol s.r.o., Staré Hradiště (Fassade)
Bauherr: DOX Centre for Contemporary Art (Leoš Válka), Prag
Standort: Poupětova 1339/3,170 00 Prag 7, Tschechien
Fertigstellung: 2018

QUELLE: www.baunetzwissen.de


VÖB

>> ÜBERSICHT  "AUS DER WELT DES BETONS" >>

Beton aus der Region