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Leichtigkeit beim Bauen mit Beton

Leichtigkeit beim Bauen mit Beton
Foto: © KraussMaffei Group GmbH


KraussMaffei erweitert seine Kompetenz auf dem Gebiet der Pultrusion

Mit der Inbetriebnahme einer zweiten Pultrusions-Anlage im Technikum der Reaktionstechnik in München erweitert KraussMaffei seine Kompetenz auf dem Gebiet der Pultrusion, dem Strangziehverfahren zur kontinuierlichen Herstellung faserverstärkter Kunststoffbauteile. Die neue Entwicklungs-Rebar-Anlage ist prädestiniert für die Herstellung glasfaserverstärkter Bewehrungsstäbe für Betonelemente in der Bauindustrie.

Zusammen mit der ersten Technikums-Pultrusionsanlage, einer iPul-Anlage für Flachprofile, bietet KraussMaffei seinen Kunden nun eine einmalige Forschungslandschaft zur Entwicklung und Erprobung neuer Prozesse und Anwendungen in der Pultrusion.

Wachstumsmarkt Pultrusion

„Die Pultrusion ist eine einfache Art wirtschaftlich Profile herzustellen, es gibt kaum Turn-Key-Angebote und es ist eine Wachstumstechnologie. Außerdem kennen wir uns mit Fasern, Dosiertechnik und der zugehörigen Verfahrenstechnik aus“ erläutert Sebastian Schmidhuber, Leiter Entwicklung Reaktionstechnik bei KraussMaffei, die Motivation KraussMaffeis vor gut einem Jahr in die Pultrusion einzusteigen. Das Ergebnis der jüngsten Entwicklungsarbeit ist die 2017 auf den Markt gebrachte iPul-Anlage, die mit deutlich höheren Produktionsgeschwindigkeiten als übliche Wannen- oder Durchziehverfahren ganz neue Anwendungen für die Pultrusion eröffnet. Daher erweitert KraussMaffei nun sein Technikum um eine zweite Pultrusionsanlage, eine Rebar-Anlage zur Herstellung pultrudierter Bewehrungsstäbe. „Zusammen mit der ersten iPul-Anlage, einer Flachprofilanlage, bieten wir unseren Kunden ein umfassendes und weltweit sicherlich einmaliges Angebot an Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Pultrusion“, so Schmidhuber.

Großes Potenzial in der Bau-Industrie

Pultrudierte Bewehrungsstäbe auf Basis von Epoxy verstärkt mit Glas- oder denkbar mit Carbonfasern, auch Rebars genannt, bieten in der Bau-Industrie ein enormes Potenzial. „Im Vergleich zu klassischen Stahlarmierungen sind sie korrosionsbeständig. Dadurch können darüber liegende Betonschichten deutlich dünner ausfallen“, erklärt Schmidhuber. Weitere Vorteile sind das geringere Gewicht und damit der günstigere Transport, das einfachere Handling auf der Baustelle sowie die Tatsache, dass die faserverstärkten Rebars endlos hergestellt und am Ende der Pultrusionsanlage auf Trommeln aufgewickelt werden können. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel in der Infrastruktur in Brücken oder im Straßenbau oder aber in korrosionsgefährdeten Umgebungen in Nutzgebäuden.

Bislang scheiterte die serientaugliche Umsetzung jedoch oft an einer effizienten Produktion. „Die klassischen Produktionsgeschwindigkeiten für Rebars im Wannen- oder Durchziehverfahren liegen derzeit noch bei relativ niedrigen Abzugsgeschwindigkeiten, zum Teil unter 0,5 m/min. Mit der neuen iPul-Anlage in unserem Technikum streben wir bis zu sechsmal schnellere Geschwindigkeiten an und bieten damit auch eine wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Stahlarmierungen“, so Schmidhuber. KraussMaffei arbeitet dabei eng mit der Firma Evonik zusammen, die ein speziell für diese Anwendung prädestiniertes Epoxidharz entwickelt hat. Weitere Partner sind die Firmen Thomas Technik (Radius Pultrusion) sowie Alpex (Werkzeugtechnik).

 

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