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Mineralische Baustoffe: Vorteil als Wärmespeicher

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Mineralische Bausteine mit den Bestandteilen Zement, Wasser und Blähton zeigen in Kombination mit einem mineralischen Dämmstoff bereits gute Ergebnisse bei der Schaffung eines angenehmen Raumklimas.

Foto: © Klettermayer


Mineralische Baustoffe als hervorragender Temperaturregulator

In der Europäischen Union entfallen derzeit etwa 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs auf die Nutzung von Gebäuden. Mineralische Baustoffe können aufgrund ihrer hohen Speichermasse als hervorragender Temperaturregulator dienen.

Mineralische Bausteine mit den Bestandteilen Zement, Wasser und Blähton zeigen in Kombination mit einem mineralischen Dämmstoff bereits gute Ergebnisse bei der Schaffung eines angenehmen Raumklimas. „Im Wohnbau ist es mittlerweile wichtig, dass Wohnräume die nächsten 50 Jahre und länger alle Anforderung an behagliches Wohnen und Raumtemperatur im Winter und im Sommer erfüllen“, erklärt Gernot Brandweiner, Geschäftsführer des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke. Mineralische Dämmstoffe können u. a. aus Zement hergestellt werden und weisen optimale Dämmeigenschaften auf. Das Material nimmt aufgrund seiner Beschaffenheit Feuchtigkeit auf und gibt diese nach und nach wieder ab. Das hat positive Auswirkungen auf die Regulierung des Raumklimas und verhindert dazu Bauschäden. So sorgt der Zementanteil für einen hohen pH-Wert, was sich hemmend auf die Bildung von Schimmel auswirkt. Das mineralische Dämmmaterial ist nicht brennbar, seine Porigkeit wirkt außerdem schallabsorbierend. „Besonders wichtig ist es, dass diese Eigenschaften aufgrund der Wertbeständigkeit des Baustoffes über die gesamte Lebensdauer gleichbleibend erhalten bleiben“, so Brandweiner.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Ein weiterer Vorteil von mineralischer Dämmung ist ihre Nachhaltigkeit. Das weiß Anja Ebenschweiger, Head of Building Segment bei der Lafarge Zementwerke GmbH in Österreich, dem Produzenten des mineralischen Dämmstoffs Airium. „Verantwortungsvolles Bauen bedeutet auch, Materialien einzusetzen, die die regionale Kreislaufwirtschaft fördern und am Ende des Lebenszyklus ganz einfach wieder in den Materialkreislauf eingebracht werden können“, sagt Ebenschweiger. Heutzutage ist es nämlich möglich, genau die Menge des Stoffes zu produzieren, die für eine Baustelle benötigt wird. „Als mineralischer Dämmstoff bietet Airium Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Dieses Dämmmaterial wird vor Ort auf der Baustelle hergestellt, damit wird CO2 beim Transport reduziert. Es werden Ressourcen, Kosten und Zeit gespart, denn man produziert die exakt benötigte Menge an Dämmmaterial. Damit entfallen auch Zwischenlagerungen und die Abfallentsorgung von Verpackungsmaterial oder Verschnitt komplett“, erklärt Anja Ebenschweiger.

Breite Anwendung

Mineralische Dämmstoffe haben breite Anwendungsmöglichkeiten: So können sie bei der obersten Geschoßdecke, im Außenwandbereich zur Dämmung von Leichtbetonsteinen oder Betonfertigteil-Sandwichwänden oder aber auch zur Isolation unter Estrich bzw. zur Ausgleichsschüttung verwendet werden. „Mineralische Dämmstoffe bieten viele Möglichkeiten zur Innovation – besonders ihre flüssige Einbauform ermöglicht individuelle Lösungen“, so Gernot Brandweiner. So wurden bereits Prototypen in industrieller Fertigung von vorgefertigten Betonbauteilen erfolgreich vorgestellt und eingebaut.

So hat das Salzburger Unternehmen BWR Ramböck GmbH den Mauerstein LiaNatura 38 aus Leichtbeton bereits erfolgreich entwickelt – dieser fungiert in Kombination mit Airium als idealer Wärmespeicher. Der niederösterreichische Hersteller Alfred Trepka GmbH hat den Vorteil des mineralischen Dämmstoffes für Betonfertigteil-Sandwichwände erkannt. Für die Produktion der Wände wird eine Vorsatzschale betoniert, auf die Airium frisch in frisch aufgebracht wird.


Mineralische Baustoffe als WärmespeicherMineralischer Dämmstoff in der Betonwand. Fotocredit: Ott

 

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