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Terrassen für mehr Miteinander

Besuch im Atelierhaus von Brandlhuber + Emde, Burlon und Muck Petzet im Berliner Wedding

Terrassen für mehr Miteinander
Besuch im Atelierhaus von Brandlhuber + Emde, Burlon und Muck Petzet im Berliner Wedding

Foto: ©Erica Overmeer


Architektur als Verbindung von Wohnen und Natur

Seit der Lobe Block im August letzten Jahres bezogen wurde, ist das Interesse an dem auffälligen Bauwerk im Berliner Wedding groß. Das Terrassenhaus von Brandlhuber + Emde, Burlon (Berlin) und Muck Petzet Architekten (München) ermöglicht eine Mischnutzung aus Arbeiten und Wohnen auf einem ausgewiesenen Gewerbegrundstück und bietet auf gemeinsam genutzten, halböffentlichen Terrassen viel Raum für Austausch und Interaktion. Das Haus soll Heterogenität befördern – ganz gemäß dem von Arno Brandlhuber propagierten dialogischen Prinzip – und ist nun einer von fünf Finalisten für den Mies van der Rohe Award 2019.

Das Projekt entstand aus dem Wunsch der Bauherrin Olivia Reynolds, (kreatives) Arbeiten und Wohnen unter einem Dach und im Grünen zu ermöglichen. Sie erwarb das Grundstück, eine zur Gewerbefläche deklarierte, sehr urbane Brache zwischen S-Bahngleisen sowie Schul- und Wohnbebauung, und trat mit ihrer Idee an das Architektenteam sowie Co-Bauherrin Elke Falat heran. Das Ergebnis dieser anspruchsvollen Aufgabe erinnert stark an andere Projekte von Arno Brandlhuber: die Antivilla bei Potsdam und besonders das Ateliergebäude in der Berliner Brunnenstraße.Auch das Terrassenhaus ist ein bewohnbarer Rohbau, wird über eine außenliegende Treppenanlage erschlossen – und seine Dimensionen entspringen einer penibel genauen Auslegung der Bauauflagen.

Wenn die Berliner so weitermachen, steigt die Lebensqualität dort immer mehr. Verschiedene Betonarten kommunizieren hier perfekt mit raumhohen Glasflächen und Geotextil – im Fokus steht aber immer der Baustoff des 21. Jahrhunderts. Beton eben.

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