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Geschmack trifft auf Beton

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Die neue Firmenzentrale des international tätigen Gewürzherstellers Zaltech in Moosdorf in Salzburg

Foto: © PIERER.NET/ZALTECH/OPTIPLAN

Die neue Firmenzentrale des international tätigen Gewürzherstellers Zaltech in Moosdorf in Salzburg gilt als Vorzeigebeispiel für ein klug durchdachtes, ökologisches Projekt. Das mit ÖGNI Platin ausgezeichnete Gebäude wurde aus Beton errichtet und nützt die thermische Bauteilaktivierung.

Die Zaltech GmbH errichtete in Moosdorf ihr neues Verwaltungs-, Entwicklungs- und Produktionsgebäude. Der rund 14.000 Quadratmeter große Neubau wurde nach modernsten Standards in puncto Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterorientierung errichtet. Mit dem Green-Building-Energie- und Speichersystem ist es nun möglich, jährlich über 400.000 Kilo CO2 einzusparen. Um diese Menge CO2 wieder in Sauerstoff umzuwandeln, müssten ca. 32.000 Bäume gepflanzt werden. Dies zeigt, welch großes Energie- und CO2 Einsparungspotenzial bei Industrieunternehmen vorhanden ist, und ist somit richtungsweisend für andere Projekte.

Die neue Firmenzentrale wurde mit ÖGNI Platin ausgezeichnet. Da eine Erweiterung des alten Standortes nahe Salzburg nicht möglich war, wurde für den neuen Standort in Oberösterreich entschieden. Das neue Gebäude teilt sich in einen Verwaltungsbau, die Produktion und ein großes Rohstofflager. Als Primärenergie wird auf regenerative Quellen zurückgegriffen. Auf dem Dach des Produktionsgebäudes wurden über 300 Quadratmeter thermische Solarkollektoren aufgestellt, welche die Grundlast der Heizungsenergie bereitstellen.


ZaltechFoto: © PIERER.NET/ZALTECH/OPTIPLAN

Im Kellergeschoss des Verwaltungsbaus sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für die Deckung der restlichen Heizenergie und Bereitstellung der Kühlenergie. Über Tiefenbohrungen wird die Erdwärme zum Heizen und Kühlen des Verwaltungs- und Produktionsbaus genutzt. Das gesamte Heizungssystem wird auf Niedertemperatur gefahren. Ein 30.000 Liter Heizungsspeicher im Produktionsgebäude speichert die Energie. Im Produktionsgebäude und teilweise im Verwaltungsgebäude werden die Betonbauteile zur thermischen Bauteilaktivierung genutzt. Hierzu wurde in die Betonwände und -decken eine Industriefußbodenheizung in der Bewehrung verlegt. Durch die Kombination der Bauteilaktivierung mit Wärmepumpen-Technologie, thermischer Solaranlage und über 4.000 Meter Tiefenbohrungen entstand eine energetisch hocheffiziente Anlage, die in Oberösterreich einzigartig ist.

Beton nützen

Die Kühlung erfolgt über ein sogenanntes Free-cooling-System, bei dem das kühle Wasser aus den bis zu 130 Meter tiefen Sonden kommt. Die Masse der Bauteilaktivierung entspricht in etwa einem Wasserspeichervolumen von 16.000 Litern, wobei hier keine Speicherverluste – wie es in einem konventionellen Heizungsspeicher der Fall wäre – vorhanden sind, da die Wärme dem Gebäude zukommt. Weitere Verbraucher sind die Trinkwasserstationen, Luftheizregister und Flächenheizungen. Im Sommer wird die überschüssige Solarenergie in das Erdreich eingespeichert.

Die restliche Solarenergie wird im Lüftungsgerät der Produktion für eine eventuelle Luftentfeuchtung oder zur Wärmerückgewinnung verwendet. Der Bau spiegelt mit seiner herausragenden, nachhaltigen und mit der ÖGNI Platin-Zertifizierung ausgezeichneten Bauweise das Leitbild des Unternehmens wider. Die Begrünung der Flachdächer des gesamten Gebäudekomplexes war dabei für die Planer wesentlich. Einen besonderen Stellenwert haben jedoch vor allem die Mitarbeiter bei Zaltech: Täglich wird gemeinsam gefrühstückt und zu Mittag gegessen, Ruheraum, Fitnessraum, Sauna und Badeteich stehen der Belegschaft ebenso zur Verfügung.


Zaltech Moosdorf


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