VÖB
    VÖB in Social Media
 


Betonkolloquium 2005:

 

Eine „feiner“ Faden zog sich durch die Beiträge des Betonkolloquiums 2005 der Österreichischen Zementindustrie: Mit der Optimierung der Mehlkornanteile im Beton eröffnen sich bislang ungeahnte Möglichkeiten in der Produktion von Betonteilen.

Schon im ersten Abschnitt „Betontechnologie, Verfahren“ zeigten Dr. Peter Nischer und Dr. Jürgen Macht die Möglichkeiten auf, die sich aus der Optimierung des Mehlkorngehaltes im Beton ergeben können. Eindrucksvoll konnte mit Hilfe von Photos mikroskopisch kleiner Körnungen dargestellt werden, wie sich der Anteil des Kornes auf die Struktur des Betons auswirkt.

Vertreter der Universität Innsbruck und der Zementwerke Eiberg bzw. Holcim präsentierten Methoden, wie es der Zementindustrie möglich ist, schon durch Beimischung von Gesteinsmehl im Zement zur Optimierung des Betons der Kunden beizutragen. Dabei wird ganz gezielt entsprechend der Sieblinie der in den Betonwerken verwendeten Zuschlagstoffe der Mehlkornanteil des Zements gesteuert. Die Vorteile des neuen Zementkonzepts liegen in den Bereichen geringerer Wasserverbrauch, geringere Temperaturentwicklung und verbesserter Verarbeitbarkeit. Auch wesentliche Erleichterungen bei der Herstellung von Selbstverdichtendem Beton (SCC – self compacting concrete) wurden klar dargestellt.

Am praktischen Beispiel des Neubaus der „Bank für Tirol und Vorarlberg“ in Innsbruck (Architekt: Heinz Tesar) wurden ganz konkret die neuen Möglichkeiten aufgezeigt, die sich besonders für den Fertigteilbau ergeben. Bei dem Bauvorhaben sollten in möglichst schlanke, von innen (12 cm) nach außen (8cm) konische, 34 cm tiefe, vorgefertigte Betonrahmen (300 cm * 300 cm) Glaselemente eingesetzt werden. Es mussten Betonfertigteile mit folgenden Eigenschaften geliefert werden:

• Völlig lunkerfreier, scharfkantiger Sichtbeton
• Druckfestigkeit > 80 MPa
• Geringes Schwinden (< 0,1 %)
• Ausschalzeit 18 Stunden

Die Anforderungen wurden im Betonfertigteilwerk Lang in Terfens mit einem selbstnivellierenden, selbstverdichtenden Hochleistungsbeton erfüllt. Durch die optimierte Sieblinie des Bindemittels und der Zuschläge konnte mit einem sehr niederem WB Wert und geringem Fließmittelverbrauch ein sehr hohes Fließmaß und sehr hohe Druckfestigkeit erreicht werden.

Links zum Thema:
Betonkolloquium Tagungsunterlagen - Kurzfassungen

 

Zurück zur News-Übersicht-Archiv

Beton aus der Region