VÖB Facebook
    YouTube Facebook
 


VÖB Analyse: Gewerbe- und Industriebau überzeugt mit großer Innovationskraft

 

Wien, am 22. Oktober 2013. Die anhaltend schwache Baukonjunktur bringt neue Herausforderungen für den österreichischen Gewerbe- und Industriebau. Wie der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) aufzeigt, reagieren heimische Unternehmen mit zusätzlicher Innovationskraft und erhöhen nochmals die Baugeschwindigkeit bei gleichbleibend überzeugender Qualität.

VÖB

Mit Innovationswillen gegen die Krise
Die österreichische Bauwirtschaft ist schon länger mit einer generell angespannten Wirtschaftslage sowie heuer zusätzlich mit Wetterkapriolen im ersten Halbjahr und der ALPINE-Insolvenz konfrontiert. Der heimische Gewerbe- und Industriebau reagiert auf diese neuen Herausforderungen mit starkem Innovationswillen: Wie eine interne Analyse unter den Mitgliedern des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) ergab, zeichnen sich aktuelle Fertigteil-Bauprojekte durch eine optimierte Baugeschwindigkeit bei gleichbleibend hoher Qualität und Langlebigkeit aus. Damit wird auch dem allgemeinen wirtschaftlichen Druck entsprochen, die Projekte schnell abzuwickeln und eine möglichst kurze Zeitspanne zwischen Beauftragung und Lieferung der Produkte zu realisieren.

Flexible Gestaltungsmöglichkeiten
Im modernen Gewerbe- und Industriebau spielen deshalb Betonfertigteile eine tragende Rolle, denn sie zeichnen sich durch eine sehr schnelle und flexible Handhabung aus. Das liegt an der effizienten Produktionsweise: „Wenn vor Ort auf der Baustelle betoniert wird, muss jedes Bauelement extra eingeschalt werden. Einheitliche Betonfertigteile lassen sich hingegen mit einer einzigen Form sehr kostengünstig produzieren. Besonders komplexe Schalungen werden außerdem mit modernden CNC-Maschinen und CAD-Schalungsgeneratoren in jede gewünschte Form gebracht und sind dadurch extrem flexibel einsetzbar“, erklärt VÖB Geschäftsführer Gernot Brandweiner.

Komplexe Geometrie und optimales Zeitmanagement
Auch beim Prestigeobjekt Bahnhof „Wien Mitte“ entschieden sich die Projektverantwortlichen für Stützen- und Gesimsverkleidungen aus Betonfertigteilen. Die bis zu acht Tonnen schweren Teile zeichnen sich durch ihre komplexe Geometrie aus und geben der Glasfassade einen optischen Halt. In Wien Mitte machte sich ein weiterer Vorteil der Fertigteilbauweise bezahlt: Durch die schnelle Montagefähigkeit und zusätzliche Nachtschichten wurden die Einschränkungen für den Personenverkehr äußerst gering gehalten. Neben dem generell sehr engen Platz für die Gerätschaften und Maschinen vor Ort, war vor allem die Montage der untergehängten Decke eine große Herausforderung. Bei den von Industriedesignerin Esther Stocker gestalteten Deckenplatten konnte der Einbau nur von unten erfolgen, was eine spezielle Montagetechnik erforderte.

8.500 Quadratmeter in elf Wochen
Industriehallen sind mit Betonfertigteilen extrem schnell und präzise umsetzbar. Das zeigt auch ein Projekt für das Dämmstoffwerk Perg der Synthesa Gruppe, bei dem innerhalb von elf Wochen eine Produktions- und Lagerhalle mit einer Fläche von 8.500 m² errichtet wurde. Für die gesamte Planung der Fertigteilkonstruktion brauchte es lediglich sieben Wochen, wobei bereits nach fünf Wochen die ersten Fertigteile zur Baustelle geliefert wurden. Die Montage war bereits nach sechs Wochen abgeschlossen und die zweischiffige Halle (140 x 60 m) damit sofort für die Nachfolgegewerke nutzbar. Bereits sechs Monate nach dem Spatenstich konnte die Dämmstoffplattenproduktion aufgenommen werden. Einzigartig am Bau: die riesigen Betonfertigteildachbinder mit einer Länge von 36 Meter. Sie mussten über eine eigens hergestellte Baustellenzufahrt angeliefert werden.

Höchste Stabilität und Belastbarkeit
Betonfertigteile zeichnen sich auch durch höchste Stabilität und Belastbarkeit aus. Ein Vorzeigeprojekt ist hier die neue Papiermaschinenhalle der steirischen Zellstoff Pöls AG. Bei diesem Bauvorhaben wurden 166 Betonfertigteilstützen montiert, wovon 66 dieser Stützen eine beeindruckende Länge von ca. 27 Metern und ein Eigengewicht von rund 50 Tonnen aufweisen. Darüber hinaus wurden unter anderem 10.250 m² Fertigteil-Wandplatten, 1.200 m² Fertigteil-Sandwichplatten und 300 m² unterstellungsfreie Elementdeckenplatten verbaut. Bei der Hallenkonstruktion wurden Stahlbeton-Fertigteile verwendet, wodurch höchste Stabilität und Langlebigkeit gewährleistet ist und die Halle selbst stärksten Beanspruchungen durch die darin stattfindenden Fertigungsarbeiten standhält. Ein wesentlicher Aspekt bei diesem Projekt war aber auch die herausragend schnelle Errichtung: Innerhalb von sieben Monaten wurden sämtliche Bauteile produziert und vor Ort montiert. Danach war das Gebäude sofort nutzbar.

Betonfertigteilen gehört die Zukunft
Die Beispiele zeigen eindrücklich, wie Auftraggeber durch den Einsatz von Betonfertigteilen und einer dadurch schnellen Inbetriebnahme der Objekte von einer enormen Kosten- und Zeitersparnis profitieren. Damit erfüllen Betonfertigteile gleich drei Eigenschaften, die in Zeiten knapper Budgets immer wichtiger werden. Der Bau mit Beton schafft darüber hinaus Werte für Generationen und ist damit für die Unternehmen eine lohnende und zukunftssichere Investition.

Projektbeschreibung 1:
Projekt: Synthesa Dalmatherm Perg
Betonfertigteilproduzent: HABAU GROUP
Auftrag: Errichtung einer neuen 8.500 m² großen Produktions- und Lagerhalle. Verarbeitet wurden rund 1.600 m³ Beton, 12.500 m² Schalung und 250 Tonnen Stahl.
Bauzeit: 11 Wochen

Projektbeschreibung 2:
Projekt: Bahnhof „Wien Mitte“
Betonfertigteilproduzent: RAUTER FERTIGTEILBAU GmbH
Auftrag: Herstellung und Montage von 650 Deckenplatten sowie bis zu acht Tonnen schwere Stützen- und Gesimsverkleidungen aus Betonfertigteilen.

Projektbeschreibung 3:
Firma: Zellstoff Pöls AG
Projekt: Papiermaschine 2
Betonfertigteilproduzent: Oberndorfer
Auftrag: Herstellung, Lieferung und Montage von Stahlbeton-Fertigteilen für den Neubau der Papiermaschinenhalle des Rollenlagers. Insgesamt wurden 166 Betonfertigteilstützen montiert, 66 davon weisen ein Eigengewicht von jeweils 50 Tonnen auf. Verbaut wurden außerdem 10.250 m² Fertigteil-Wandplatten, 1.200 m² Fertigteil-Sandwichplatten und 300 m² unterstellungsfreie Elementdeckenplatten.

Downloads zum Thema:
Presseinformation vom 22.10.2013

 

Zurück zur News-Übersicht

Beton aus der Region