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Erneuerte Kernzone

Attnang-Puchheim: Ortskern wird mit Betonpflastersteinen erneuert

 

Im oberösterreichischen Attnang-Puchheim wird seit 2019 die Kernzone erneuert. Eine zentrale Rolle nehmen dabei die Pflastersteine aus Beton ein. Zusammen mit dem Schwammstadt-Konzept werden sie für eine angenehme Atmosphäre und mehr Klimaschutz in der Stadt sorgen.

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Auf einer Gesamtfläche von 5.500 Quadratmetern werden Pflastersteine aus Beton in der Kernzone von Attnang-Puchheim eingebaut. Sie sind 8 und 16 Zentimeter dick und werden in den Farben Grau und Anthrazit geliefert. Die Pflasterung des Ortskerns von Attnang-Puchheim ist Teil einer seit 2017 geplanten und seit 2019 umgesetzten umfangreichen Ortserneuerung dieser oberösterreichischen Stadt. Die architektonische Planung wurde vom Architekturbüro Peter Gilhofer übernommen, für die straßenbautechnische Planung zeichnet das Ziviltechnikerbüro Wolfgang Dienesch – beide aus Attnang-Puchheim – verantwortlich.

Das groß angelegte Projekt befindet sich derzeit im dritten Baujahr, das Bauende ist für 2022 geplant. „Neue, helle Plattenbeläge werden im Ortskern von Attnang-Puchheim für die Reduktion des urbanen Wärmeinseleffekts sorgen. Dieser Trend wurde bereits in anderen österreichischen Städten wie Wien erkannt. Wir freuen uns, dass auch andere Städte in den Bundesländern Vorteile von Pflastersteinen aus Beton bei der Schaffung eines angenehmen Mikroklimas erkennen“, sagt Stefan Weissenböck von der Weissenböck Baustoffwerk GmbH, die die Pflaster- und Muldensteine für die Erneuerung der Kernzone herstellt.

Prinzip der Schwammstadt

Das ist aber nicht alles: Im Rahmen des Projekts in Attnang-Puchheim kommt das innovative Prinzip der sogenannten Schwammstadt zum Einsatz. Dieses wurde erstmals in Skandinavien entwickelt und fasst mittlerweile in österreichischen Städten immer mehr Fuß. Das Konzept gibt den Bäumen unterhalb der befestigten Oberfläche aus Beton in miteinander verbundenen Schotterkörpern mehr Raum zur Wurzelbildung. Das Substrat unter der Oberfläche funktioniert dabei wie ein Schwamm und besteht u. a. aus Splitt und Kompost. So haben die Baumwurzeln genug Raum, sich unter der Oberfläche auszubreiten. Gleichzeitig speichert das Substrat auch Wasser, das dem Baum dadurch zur Verfügung steht, anstatt in die Kanalisation zu fließen. Damit leistet das innovative Schwammstadt-Konzept zusammen mit Pflastersteinen aus Beton einen wesentlichen Beitrag zur Entsiegelung von Oberflächen und einer besseren Versickerung von Regenwasser in urbanen Räumen.


Facts & Figures:

Bauzeit: 2019 bis 2022
Gesamtfläche: 5.500 Quadratmeter
Pflastersteine: Tegula in den Dicken 8 und 16 cm, Grau und Anthrazit
Architektonische Planung: DI Peter Gilhofer
Straßenbau-Planung: DI Wolfgang Dienesch
Pflasterung: Niederndorfer Bau GmbH
Lieferhändler: Wessenthaler Baustoffvertriebs GmbH
Lieferwerk: Ebenseer GmbH
Herstellwerk: Weissenböck Baustoffwerk GmbH

Fotos: Weissenböck Baustoffwerk GmbH

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